Die Kennzeichen spirituellen Fortschritts - Teil 3

von Swami Veda Bharati


Man redet viel über spirituellen Fortschritt. 'Swamiji, mache ich Fortschritte in meiner Meditationspraxis?' Viele denken dabei an feinstoffliche Erfahrungen, wie etwa die Erfahrungen im feinstofflichen Körper oder Erfahrungen des universellen Unbewussten. Sutras 15 und 16 des ersten Kapitels der Yoga-sutras warnen davor, da man an diese Art von Erfahrungen sehr leicht Anhaftung entwickelt.


Die Sucht nach außergewöhnlichen Erfahrungen

'Swamiji, siehst Du die Zukunft voraus?' Nein, das tue ich nicht. Ich lehre, wie man seine Zukunft selbst gestalten kann. Hast du in deinem Garten Orangensamen ausgesät, so benötigst du keinen Astrologen der dir mitteilt, dass hier kein Mangobaum wachsen wird. Du entscheidest selber, ob du Orangen oder Mangos, Blumen oder Dornenbüsche anpflanzt. Diese Phänomene haben nichts mit Spiritualität zu tun.

SVB buddha statue300rDer feinstoffliche Körper besteht aus feinstofflicher Materie, nicht aus Bewusstsein. 'Oh, ich kann Dinge wahrnehmen, die sich an weit entfernten Orten ereignen, ich muss also große spirituelle Fortschritte machen'. Die Fähigkeit zu hören, was jemand zweitausend Meilen entfernt über eine Person sagt, hat nichts mit spirituellem Fortschritt zu tun. Das sind Ereignisse, die im universellen unbewussten Geist, nicht im überbewussten Geist stattfinden. Diese Dinge nähren nur das Ego, und so wird Fortschritt verhindert. Geh über diese Phänomene hinaus. Zweifellos gibt es siddhis, gewisse Fähigkeiten, doch für samadhi sind all diese Phänomene nur Hindernisse.

'Swamiji, ich hatte diesen und jenen Traum. Was bedeutet er?' Ich habe nicht vor, Sigmund Freud zu spielen. Spiritueller Fortschritt beginnt mit dem Meistern des Wachzustands, des Traum- und des Schlafzustands; spiritueller Fortschritt, nicht Fortschritte des subtilen Körpers oder des Geistes - sondern der Fortschritt in atman, dem spirituellen Selbst.

Wenn man sich spirituell entwickelt, zeigen sich bestimmte Eigenschaften, Merkmale. Es sind nicht außerkörperliche Erfahrungen oder die Fähigkeit zur Weissagung. So wie ein kleines Stechen oder Kitzeln auf der Haut keine spirituelle Erfahrung ist, so ist auch ein kleines Stechen oder Kitzeln im subtilen Körper noch keine spirituelle Erfahrung. Es sind subtile Erfahrungen, aber keine spirituellen. Nicht alle internen Persönlichkeitserfahrungen sind Erfahrungen des Unsterblichen.

Dieser Weg ist sehr schwierig. Manchmal scheint er gefühllos zu sein, denn den meisten Menschen, die zu uns kommen und ihre spirituellen Erfahrungen beschreiben, müssen wir mitteilen: 'Nein, das ist keine spirituelle Erfahrung'.  Wer derartigen Erfahrungen frönen will, muss jene Lehrer aufsuchen, die sich auf diesen besonderen Aspekt der äußeren Bekleidung atmans spezialisiert haben. Diese äußere Bekleidung ist kein grobes Gewebe, sondern feinste Seide. Man kann einen Experten für Seide aufsuchen. Doch diese Seide ist wie eine verführerische Schlange, das ist kennzeichnend für diese Art Erfahrungen.

Nur das Unvergängliche zählt

Hier vermitteln wir einen sehr reinen Weg. Nur das Unvergängliche zählt. Kein Gedicht, kein Lied, keine Worte oder Rezitationen, keine Gesänge oder Tänze, keine Dramen. Für manche mögen jedoch Rezitationen und Gesänge auf dem Weg zum höchsten Gipfel hilfreich sein. Auf diesem Weg kommt man durch viele Täler, doch warum solltest du dich in einem dieser Täler niederlassen? Das Tal ist nicht der Gipfel. Auf diesem Weg wird man feinstofflichen Phänomenen begegnen, diese subtilen Phänomene sind weitaus machtvoller als die grobstofflichen Erscheinungen. Daher sind sie auch so attraktiv. Suchende sollten spirituell ambitioniert sein und nicht bei diesen geringwertigen Attraktionen verweilen, wie aufregend sie auch sein mögen.

Veränderungen des Körpers und der Ausdrucksweise

Woran kann man also erkennen, ob man spirituelle Fortschritte macht oder nicht? Zum Beispiel: bin ich körperlich im Gleichgewicht? Wenn ich still sitze, ist dann mein Körper starr und fest, ist stilles Sitzen noch immer eine Bemühung, oder ist es für mich natürlich? Der Körper einer spirituell fortgeschrittenen Person verändert sich. Die Haltung ist anders. Steht diese Person aufrecht, so ist die Haltung nicht angespannt, sondern entspannt, frei von  Anstrengung. Um zu erkennen, ob eine Person emotional ausgeglichen ist oder nicht, schaue ich, wieviel sie sich bewegt. Schwankungen der Körperhaltung stehen in Zusammenhang mit emotionaler Unruhe. Merkmale für spirituellen Fortschritt sind ein entspannter, bewegungsloser Körper, ein ausbalancierter Körper; jede Bewegung ist bewusst und nicht unwillkürlich. Gesten der Hände werden dabei bewusst eingesetzt und sind nicht ein wilder Tanz unbewusster Emotionen.

Im Lauf der Zeit findet man heraus, welche Körperhaltung am effizientesten ist; man bezeichnet dies als Kontrolle der mudra. Der Körper äußert eine natürliche, unangestrengte und entspannte Stille, er ist im Gleichgewicht. Man ist sich der Bewegungen bewusst und setzt sie bewusst ein, um bezogen auf das, was man erreichen will, größtmögliche Wirkung zu erzielen.

Ein steifer Nacken ist kein Zeichen für spirituellen Fortschritt, ein entspannter und unbewegter Nacken ist es. Beobachte die Muskulatur deines Nackens, und du wirst feststellen, ob du ausgeglichen bist oder nicht. Dasselbe gilt für den Gesichtsausdruck und die Bewegung der Kiefergelenke.

Danta-mudra, 'Zahn-mudra' - ein geheimer Aspekt von khecari-mudra - ist eine Praxis der fortgeschritteneren Stadien des Kundalini-yoga; dabei werden die Zähne in bestimmter Weise aufeinandergepresst. Man trainiert den ganzen Körper darin, unbewegt zu sein. Dazu muss man auch üben, Kiefergelenke und Zunge bewegungslos zu halten. Denn wenn die Energie sich aufwärts bewegt, werden sich sonst Kiefer und Zunge zu bewegen beginnen und die kundalini-Energie wird verzettelt. Ein Grund für khecari ist daher, die Zunge ruhig zu stellen; der Zweck von danta-mudra ist, den Kiefer unbewegt zu halten.

Deine Stimme und dein Gesicht verändern sich. Wer dich bereits aus der Zeit kennt, bevor du dich auf diesen Weg begeben hast, wird feststellen, dass sich auf deinem Gesicht die Qualität von saumya, von Sanftheit und Harmonie zeigt. Es handelt sich um eine Qualität, die in andere Menschen Zuversicht hervorruft, sie friedvoll und vertrauensvoll stimmt. Es ist keine feurige Qualität, mehr die von gleichmäßig fließendem Wasser oder der Kühle des Mondes. In den Bewegungen findet sich nichts Ruckartiges. Dies sind Anzeichen für spirituellen Fortschritt.

Auch die Stimme verändert sich. Die Stimme ist ruhig, jedoch nicht monoton oder einschläfernd; sie wirkt beruhigend, andere finden in deiner Gegenwart zur Ruhe. Man spricht nicht aus der Kehle, sondern aus dem Bauchraum oder aus dem Herzen, aus den tieferen Bereichen deines Geistes. Der Klang der Stimmbänder korrespondiert mit der Aktivität deines Nabelzentrums, dem Herzzentrum, dem vishuddha-cakra, ajna-cakra, sahasrara-cakra.

Bei meinen Schülern und Schülerinnen achte ich auf diese Art Anzeichen.

Bewusste Kontrolle des Wachzustands

Man meistert den Wach-, Traum- und Schlafzustand. Im Wachzustand reguliert man bewusst und willentlich die Stärke seiner Aufmerksamkeit, das Beobachten wird sehr präzise. Ich verrate euch ein Geheimnis: je mehr man den Geist aus den Wahrnehmungen der Sinne zurückzieht, desto feiner werden die Sinne. Sie werden nicht dumpf, denn sie werden jetzt erfüllt von der Energie, die aufgrund der entwickelten Stille nicht mehr sinnlos durch unnütze Bewegungen, unkontrollierte Schwelgerei und beliebige Erfahrungen verschwendet wird.

Je mehr man seinen Geist aus den Augen zurückzieht, desto schärfer und präziser werden die Augen. Hat man gelernt, sich zurückzuziehen, hat man ebenso gelernt, diese zusätzliche Energie bewusst in seine Augen zu lenken, sofern man das so möchte. Du nimmst Dinge wahr, die andere nicht wahrnehmen.

Das ist mit Meisterschaft des Wachzustandes gemeint: bewusst jene Intensität einzusetzen, die man im Gebrauch seiner Sinnesfähigkeiten als angemessen effektiv erachtet. In welchem Ausmaß will ich mit meinen Augen, meinen Ohren, mit der Nase, der Zunge oder über die Haut wahrnehmen? Man bestimmt es selbst durch seinen Geist, man nimmt die Sinneserfahrungen bewusst und willentlich auf, nicht unwillkürlich.

Gewöhnlich geschieht alles Wahrnehmen zufällig und passiv. Licht fällt in das Auge, also sieht man. Geräusche erreichen das Ohr, also hört man. Man sieht, hört, schmeckt, berührt oder riecht nicht bewusst, denn man hat nicht gelernt, die Sinne zurückzuziehen; daher sind die Sinne nicht geschärft und präzise.

Ähnliches gilt für die Aktivität des bewussten Geistes. Normalerweise kennen wir nur zwei Zustände des Geistes: kshiptam und mudham. Sie treten zusammen auf. Kshiptam - völlig zerstreut: jetzt dieser Gedanke, dann jene Empfindung, dann eine Emotion und so weiter, Anziehung, Ablenkung, Aversion - ständig und ohne Unterbrechung. Diese beliebigen und unsteten geistigen Bewegungen verhindern, dass der Geist wach und aufmerksam ist.

Während also dieser kleine Teil des Geistes zerstreut und voller Unruhe ist, bleibt der überwiegende Teil des Geistes im Zustand von mudham - dumpf, unaufmerksam, nicht wach, komatös; wir alle befinden uns im Koma! Hierin liegt der Grund, weshalb wir nicht richtig wahrnehmen; deshalb verstehen wir unser Gegenüber nicht richtig; wir können nicht verstehen, weshalb jemand ärgerlich ist; wir können nicht verstehen, welcher Schmerz und welcher Kummer die Ursache dafür ist, dass jemand eine sehr negative oder unfaire Bemerkung über dich äußert. Es geht um Meisterung des Wachzustands.

Bewusste Kontrolle des Traum- und Schlafzustands

Zur Meisterschaft über den Traumzustand: in sutra I.38 habe ich beschrieben*, welche Art Träume als innere Inspirationen anzusehen sind. Viele sogenannte 'göttlich inspirierte Träume' sind nichts als Erzeugnisse des eigenen unbewussten Geistes. (* Swami Veda Bharati, Yoga-sutras of Patanjali, Vol. I)

Die Meisterschaft des Schlafzustands lässt sich auf verschiedene Weise feststellen. Kann ich einschlafen, wann ich es möchte? Kann ich aufwachen, wann ich es möchte? Ist sich mein höherer Geist bewusst und Zeuge der Tatsache, dass ich schlafe? Zeuge des eigenen Schlafes zu sein ist ein sehr hochentwickelter Zustand. Yogis schlafen in dieser Art.

Die erste Praxis hierfür sind nicht nur die Entspannungsübungen, die man durchführt. Man geht nicht direkt aus dem Wachzustand und auch nicht durch all die Tagträumerei und diversen Vorstellungen in den Schlaf über. Hierzu eine der Grundprinzipien des Yoga als Erläuterung: wenn man eine Bewegung nach links durchgeführt hat und man möchte die Bewegung nach rechts beginnen, was macht man dazwischen? Man kommt zuerst in die Mitte! Man wechselt die Seite nicht, ohne zuerst in die Mitte, in sein Zentrum gekommen zu sein. Man verändert nichts, ohne vorher in sein Zentrum zu kommen. Bevor man also vom Wachzustand in den Schlafzustand wechselt, kommt man in sein Zentrum. Du trittst in den Zustand der Meditation ein und gehst von dort in den Schlaf über. Und beim Aufwachen geht man nicht unmittelbar vom Schlafzustand in den Wachzustand über. Man hat beobachtet, wie dieser Teil des Geistes im Schlaf liegt. Hat dieser Teil des Geistes im Schlafzustand ausreichend geruht, geht man über in den Zustand der Meditation. Und von dort geht man schließlich über in den Wachzustand. Dann wird man, selbst wenn man zwei Nächte nicht geschlafen hat und dann nur eine Stunde Schlaf findet, anschließend ausgeschlafen sein.

Mit dieser Art Gewohnheiten kommt man als nächstes zu yoga-nidra. Was man gewöhnlich als yoga-nidra bezeichnet, sind lediglich Vorbereitungen. Im Buch 'Der Weg des Feuers und des Lichts' (Path of Fire and Light, Vol. II) hat Swami Rama ein Kapitel über yoga-nidra verfasst, ohne es jedoch wirklich zu definieren. Hat man echtes yoga-nidra erlernt, kann alles wirklich sehr schnell erlernt werden. Dann ist der Zugang offen zum gesamten Wissen des universellen Unbewussten. Man hat die freie Auswahl, 'Das will ich wissen'. Man kennt die Zugänge zum universellen Unbewussten und schöpft daraus, man schreibt oder spricht aus dieser Quelle. Dies ist, was wirklich gemeint ist mit Überwindung von Wachzustand, Traum und Schlaf.


Bewusste Kontrolle der Emotionen

Yoga ist ein Weg hoher Subtilität und Reinheit. Es ist ein Weg, den Geist zu einem fein ausgerichteten Strahl zu formen, feiner als der stärkste Laserstrahl. Durch diese Veränderungen erreicht man vollständige Kontrolle über den Geist und die Emotionen.

Emotionen haben ihre Funktion. Jedes Individuum trägt in sich eine grundlegende Emotion. Das kann Ärger sein, Kummer oder Angst. Eine Person, die spirituelle Fortschritte macht, gewinnt völlige Kontrolle über die Funktionen des Geistes und der Emotionen. Will man Liebe fühlen, so fühlt man Liebe; gleiches gilt für Neutralität. Man will keinen Hass pflegen, daher entscheidet man sich, keinen Hass in sich zu tragen. Man ist fähig, Ärger zu äußern ohne wirklich ärgerlich zu sein; man selbst entscheidet den Grad oder die Intensität der Liebe, die man ausdrücken will.

Emotionen sind die in der menschlichen Persönlichkeit am einfachsten zu kontrollierenden Erscheinungen. Gedanken sind schwieriger zu beherrschen.

Bewusste Kontrolle der geistigen Funktionen

Man besitzt völlige Kontrolle über die Funktionen des Geistes. Wenn man gerade mit einem tiefgründigen philosophischen Text beschäftigt ist und es kommt jemand und benötigt Unterstützung, dann wendet man sich zu, hört zu, gibt Unterstützung. Sobald die betreffende Person wieder geht, bleibt nichts davon im Geist zurück.

Dies sind Kennzeichen für spirituellen Fortschritt. Unabhängig davon, in welchem Ton jemand mit dir spricht, ob sich jemand ärgert, sich abwendet, dich böse anschaut oder dich anhimmelt - man lässt es hinter sich. Man wendet sich dem nächsten Punkt oder Erfordernis zu. Man bleibt unberührt von Widrigkeiten und Erfolg, von allem Schönen wie Hässlichen um sich herum.

Eine spirituelle Person ist sehr wirkungsvoll, sehr effektiv - erfolgreich in Beziehungen, im täglichen Leben, mit dem Verstand, im Organisieren und Leiten, im Erreichen all dessen, was man erreichen will.  Die meisten Menschen leben aus ihren Wünschen, eine spirituelle Person lebt aus dem Willen; sie kennt den eigenen Willen. Ein Mensch auf dem spirituellen Weg kennt immer sein Ziel. Selbst wenn man vom Weg abweicht, kennt man sein Ziel, denn man ist 'vashi', man besitzt völlige Meisterschaft und Kontrolle. Diesen Zustand nennt man vashikara. Vashikara bedeutet, 'alles unter bewusster Kontrolle haben'.

Freisein von Eigennutz

Noch etwas: ein Mensch auf dem spirituellen Weg äußert keine unnötigen Worte. Jeder Satz wird hinsichtlich des größtmöglichen Nutzens für Andere abgewogen. Eine spirituelle Person nützt Kommunikation, Emotionen und Gedanken nicht für egoistische Wünsche. Sie setzt ihre Kraft zum Wohle anderer ein. Ein Lehrer, der seine persönlichen Vorteile im Auge hat, der Bewunderung und Erfolg sucht, ist kein Lehrer.

Bevor mein Meister seinen Körper verließ, warnte er mich in Bezug auf ich-zentrierte Meditation. Er sagte: 'Eure Meditation ist auf euch selbst orientiert, ihr praktiziert ich-zentrierte Meditation.' Ich sehe ebenfalls diese Erscheinungen, 'Ich will spirituelle Fortschritte machen!' Doch man grüßt nicht, liebt niemanden, redet nicht freundlich mit anderen, kann die Schwächen anderer nicht tolerieren oder ist voreingenommen und urteilend. Das kann es nicht sein.

Eine Person, die spirituellen Fortschritt macht, legt das Bodhisattva-Gelübde ab. Das einzige Bestreben ist, ein Bodhisattva zu sein - jemand, der die Leiden anderer verringert. Ist jemand ärgerlich auf dich, erkennt ein Bodhisattva den diesem Ärger zugrundeliegenden Schmerz oder die Angst, 'Was ist mit dieser Person geschehen, dass sie jetzt solch selbstzerstörerische Emotionen äußert?' Du wirst den wahren Grund dafür erkennen, denn dein Geist und dein emotionaler Körper sind nicht durch das tamas des Eigeninteresses, der Ego-Emotion, der Abwehr und Furcht vernebelt. Vielmehr ist der Geist klar und strahlend durch das sattva selbstloser Liebe.

Meditation entsteht mühelos

All dies sind Kennzeichen für spirituellen Fortschritt. Dann wird der Meditationszustand mühelos eintreten, er wird von selbst in dir entstehen und dich erfüllen. Man kämpft nicht mehr darum, in Meditation zu finden, man kämpft nicht gegen all die Gedanken, Gefühle, Emotionen, Erinnerungen und Befürchtungen. Meditation entsteht dann einfach. Oder wie Tagore es ausdrückt, 'ein Regenschauer der Gnade fällt in dich hinein'. Dann brauchst du dir keine Sorgen mehr um deinen spirituellen Fortschritt zu machen.

Wenn jemand voller Ärger zu dir kommt, ist er oder sie anschließend ruhiger und gelassener wieder von dir weggegangen? Das sind die Kriterien, davon handeln die yamas und niyamas, davon handeln die Yoga-sutras.

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